Kettiger Heimatkundler

Heimatkundler Kettig erinnern seit 18 Jahren an "alte Zeiten" 

Seit 18 Jahren treffen sich heimatinteressierte aus Kettig monatlich im Hotel Kaiser, um sich über die abwechslungsreiche und spannende Vergangenheit des Ortes Kettig, der 915 erstmals in einer Schenkungsurkunde im Goldenen Buch der Abtei Echternach erwähnt wird, auszutauschen. 

Beim ersten Treffen am 20. November 2008 trafen sich auf Einladung vom damaligen Bürgermeister Norbert Hansen folgende Mitbürger: Nobert Hansen, Hans Rath, Wilfried Rünz, Horst Theisen, Willi Hommer, Elmar Hillesheim, Oliver Hartmann, Heinrich Kohl, Heinz Weiler, Werner Sorger und Gerd Elingshäuser. Dort werden alte Geschichten erzählt von oft verstorbenen Mitbürgern oder historische Dokumente oder Aufzeichnungen ausgetauscht. Gerhard Elingshäuser verfasste als Schriftführer seit Dezember 2009 monatliche Protokolle in ausführlicher und sehr informativer Form. Der Ortschronist hatte viele Jahre zuvor schon mehrere Chroniken geschrieben wie
"Die Geschichte von Kettig im Wandel der Zeit", oder "800 Jahre Pfarrei Kettig".

2015 folgten dann sein letztes Werk mit über "400 Jahre Schule in Kettig" mit vielen Klassenfotos von Schülern und Lehrern seit 1884 bis 2014. 15 Jahre schrieb Herr Elinghäuser die Protokolle der Sitzungen von den Heimatkundlern bevor er aus gesundheitlichen Gründen die Aufgabe an Heimatfreund Oliver Hartmann abgab. Die Heimatfreunde sind Gerd Elingshäuser für diese geleistete Arbeit im Dienste der Historie von Kettig sehr dankbar. 

In den 18 Jahren wurden viele Themen besprochen und oftmals „heiß“ diskutiert: Historische Ausgrabungen, die Kettiger Kirche und Pfarrhäuser, geheimnisvolle unterirdischen Gänge in und um die Kirche bis in den Hellenpfad, die alten Grabkreuze hinter der Kirche, Die Geschichte vom  Ton-  Kohleabbau, und Bimsindustrie in  Kettig, die Historie  vom Dorf bzw das Nonnenkloster „Werle“ in der Flurbezeichnung "im Görgenborn“, als auch eine nachgewiesene Römische Villa am gleichen Standort. Auch ehemalige Schmieden und Mühlen, 400 hundertjährige Schulgeschichte von Kettig, der Holunderanbau, das heutige Bürgerhaus ehemals Gasthaus Rünz, Lehrer und Pfarrer in Kettig, Kettiger Platt, Geschichte einiger Kettiger Vereine, die Geschichte der Entstehung einer eigenständigen Gemarkung für Weißenthurm aus den ehemaligen Gebieten von Kettig, Kärlich und Andernach, Herkunft alter Straßennamen oder Flurbezeichnungen, ein Heimatmuseum oder die Gründung eines Heimatvereins.

Letztere Beiden wurden damals mehrheitlich nicht gewünscht. Zahlreiche Führungen und Besichtigungen wurden in Urmitz, Lahnstein, Mülheim-Kärlich, Bassenheim, Schloss Monrepos, die Archive der Abtei Rommersdorf, in der Außenstelle vom Landeshauptarchiv Koblenz in Kobern/Gondorf und Ausgrabungen am Görgenborn,  durchgeführt. Auch Gäste aus den Nachbarorten waren in den letzten Jahren des öfteren dabei, sowie Bürgermeister Peter Moskopp oder Pfarrer Steffens.  Besprochen wurden auch weniger schöne Zeiten, wie die Zeit des dritten Reiches und des zweiten Weltkrieges. Auch die Bombardierung von Kettig am 29.12.1944 und die Vertreibung und ermordung der Juden war oft ein Thema. Es wird aber auch viel gelacht zum Beispiel wenn Karnevalist und Ex Prinz Karl-Heinz Hillesheim einer seiner Büttenreden aus vergangenen Jahren vortrug. Auch neuere Ereignisse werden bei den Heimatverbundenen immer wieder mitgeteilt. 

Zum Beispiel wann der Strom nach Kettig kam, die ersten Straßen gepflastert wurden oder das erste Auto im Dorf fuhr. Auf Initiative der Heimatkundler wurden zwei alte Flurkreuze, ein Bildstock (auch Löffel genannt) und ein Heiligenhäuschen wieder aufgestellt. Seit 2008 leitete Elingshäuser den Heimat Stammtisch bevor 2012 Herbert Korb als Teamleiter gewählt wurde. Nachfolger für den 2018 verstorbenen Herbert Korb wurde Gerhard Elingshäuser, bevor er im März 2019 von Marita Rausch abgelöst wurde. 

Seit 2025 ist Oliver Hartmann der Teamleiter der dieses Amt bis heute inne hat. Im gleichen Jahr verstarb nach langer schwerer Krankheit der Ortschronist Gerd Elingshäuser der außerordentlich viel für die Gemeinde Kettig geforscht und 3 Chroniken verfasst hat. Viele Heimatkundler sind seither leider verstorben. Wir  Gedenken im Stillen an:

Elmar Hillesheim, Willy Hommer, Heinz Weiler, Heinrich Kohl, Werner Manns, Ehem. Bürgermeister Hans Höfer, Herbert Korb, Hildegard Kornwolf, Wilfried Rünz, Werner Moskopp, Hans Rath, Karl Heinz Hillesheim, Winfried Hillesheim, Peter Schmorleiz, und Gerd Elingshäuser.Die Heimatkundler werden sie immer in guter Erinnerung behalten. 



Besuch der Kettiger in Monrepos 2015  (Foto Heimatkundler Kettig)

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