Ein herzliches "Berg Frei" und Willkommen auf der Webseite der NaturFreunde Kettig.
Schön das Du da bist.

Hier auf dieser Seite erfährst Du alles über die NaturFreunde Kettig,
wie z.B. aktuelle Veranstaltungen, Jahresprogramme und Aktionen u.v.m. 

Viel Spaß beim Durchstöbern.


Jahresprogramm

​* = Veranstaltung steht noch nicht fest und kann no​ch verändert oder verschoben werden


JAHRESPROGRAMM 2026


Datum / Veranstaltung

12. Januar - Montag - Vereinsringsitzung Hotel Kaiser

1. Februar- Sonntag - kostenlose Führung im "Haus der Geschichte" in Bonn, 11:00 Uhr - Anmeldung erforderlich - Anreise** auf eigene Kosten.
**weitere Informationen dazu unter:
https://www.hdg.de/haus-der-geschichte/besucherinformation 

14. März -  Aktion Saubere Landschaft 9.00 Uhr Sportplatz Kettig

21. März - Führung in der Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Bad Neunahr-Ahrweiler [FÄLLT AUS!]


11. April - Mitgliederversammlung Schwesternhaus Kettig 14.00 Uhr / mit Vortrag von Helmut Gelhard (KAB Engers Mülhofen - Lieferkettengesetz)

12. Mai - Kräuterwanderung im Klostergarten Rommersdorf mit Katharina Kindgen um 15.00 Uhr

15. o. 19. August -  Besuch im Zoo Neuwied mit Führung* 

September -  Märchen Wanderung auf dem Traumpfad Streuobstwiesenweg mit dem Kirchenchor Kettig*
 
September - Führung in der KTS Urmitz Bahnhof*

Oktober - Aktionstag Streuobstwiese *

7. o. 14. November - Führung Gedenkstätte Hadamar*

12. Dezember - Jahresabschlussessen* 


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Aktuelles / Nächste Veranstaltung

12. Mai 2026

Der Klostergarten und seine religiöse Bedeutung
 

Die Kettiger Naturfreunde besuchten den Klostergarten der Abtei Rommersdorf in Heimbach Weiß. Dort begrüße Naturfreund Patrick Simmer die Teilnehmer und Interessenten im Namen der Naturfreunde Kettig, bevor er das Wort und die Leitung an die Kräuterpädagogin und Pflanzenexpertin Katharina Kindgen weitergab. 
 
Frau Kindgen erklärte den Besuchern die Bedeutung aber auch die ein oder andere heilende Wirkung verschiedener Pflanzen.Im Klostergarten war fast jede Pflanze mehr als Nutzpflanze – sie war ein Sinnbild für Glaubensinhalte, Tugenden und biblische Geschichten. Die Mönche lasen die Natur wie ein Buch und sahen darin Hinweise auf Gott und das Heil.
 
So erklärte die Expertin die Bedeutung der Marienpflanzen. Sie sind Symbol für Christus und Maria. Viele Pflanzen wurden direkt mit Christus oder Maria verknüpft: Marienpflanzen sind Pflanzen, die in der christlichen Volksfrömmigkeit und Klostertradition mit Maria, der Mutter Jesu, verbunden wurden.
Der Grund: Mönche und Gläubige sahen in Form, Farbe, Duft oder Heilwirkung der Pflanzen Symbole für Marias Eigenschaften – Reinheit, Demut, Schutz, Mutterschaft. Sie wurden im Marienbeet des Klostergartens gepflanzt und oft an Marienfeiertagen geweiht. Dazu zeigte und erklärte Frau Kindgen einige Marienpflanzen vor Ort.
 
Die Weiße Lilie Galt für  Reinheit, Jungfräulichkeit, Unbefleckte Empfängnis. Hintergrund: Die Lilie ist die Marienblume schlechthin. In Verkündigungsdarstellungen bringt der Erzengel Gabriel Maria eine weiße Lilie. Sie steht für Marias Reinheit ohne Erbsünde.
 
Die Rose oder auch die „Mystische Rose“ galt für Maria als Königin des Himmels, Liebe, Schmerz. Im Marienlob heißt es „Rosa mystica“. Die weiße Rose steht für Marias Reinheit, die rote für ihr Mit-Leiden unter dem Kreuz. Der Rosenkranz leitet sich auch davon ab.


Für  Demut und Bescheidenheit standen  Marienblümchen / Gänseblümchen die wuchsen  dort, wo Marias Tränen auf die Erde fielen. Wegen ihrer schlichten, bodennahen Blüte galten sie als Zeichen für Marias Demut.
 
Auch die Veilchen standen für Demut und Bescheidenheit. Das Veilchen versteckt sich im Schatten und duftet trotzdem. Das sah man als Bild für Maria, die zurückgezogen lebte, aber eine große Wirkung hatte.


Das Mutterkraut oder Mutterwurz galt als  Schutz, Mutterschaft und Geburtshilfe. Der Name kommt daher, dass die Pflanze bei Frauenleiden und Geburten eingesetzt wurde. Man sah darin Marias mütterlichen Schutz.
 
Die Mariendistel sollte den Schutz Marias und die weißen Flecken auf den Blättern galten als „Milch der Muttergottes“ symbolisieren.
 
Nach einer Legende entstanden die weißen Flecken, als Maria ihr Kind stillte und ein Tropfen Milch auf die Pflanze fiel. Das Marienbeet lag meist im Zentrum des Hortus conclusus. Es war ein Ort der Meditation. Wenn ein Mönch die Pflanzen pflegte oder betrachtete, sollte er über Marias Tugenden nachdenken und für ihre Fürbitte beten. Viele dieser Pflanzen wurden auch am 15. August zu Maria Himmelfahrt im „Kräuterbuschen“ geweiht.
 

Rosmarin galt für Treue und Beständigkeit. Er blieb immergrün und erinnerte an die Treue zu Gott. Distel und Dorn sind Symbol für Sünde, Schmerz und die Dornenkrone Christi. Sie erinnerten an den Sündenfall und die Mühsal der Welt. Heilung als Gottesgabe.
 
Frau Kindgen war auch der Naturschutz ein großes Anliegen. Sie verwies mehrmals darauf das zu viele Gifte und Pestizide im Garten eingesetzt werden obwohl dies absolut schädlich für Natur und Umwelt sei.


Viele Kräuter und Pflanzen regeln Ihr Wachstum selber wie zum Beispiel Minze Melisse oder Baldrian. Auch Beinwell wo sich der Samen und Rhizome von allein vermehren und ausbreiten. Grade deswegen wurden sie auch in Klostergärten bewusst genutzt da Sie pflegeleicht waren und als Apotheke dienten. Die medizinische Nutzung hatte immer auch einen spirituellen Hintergrund. Krankheit galt als Folge der Sünde, Heilung als Gnade Gottes.

Kräuter wie Salbei, Benediktenkraut, Kamille wurden nicht nur angewendet, sondern oft mit Gebeten geerntet. Die Mönche sahen sich als Werkzeuge Gottes, der durch die Pflanzen wirkte.   Am Schluss der Exkursion danke Herr Simmer im Namen der Kettiger Naturfreunde allen Teilnehmern und Frau Katharina Kindgen für die Interessante und informative Führung in den historischen Gemäuern der Abtei Rommersdorf.


Teilnehmer der Führung in Rommersdorf. Vorne Mitte Frau Kindgen mit Roter Tasche